Warum? - 5 Gründe
Fünf gute Gründe, eine Gemeinde zu pflanzen
Gottes Lust am Menschen teilen!
Eine Gemeinde zu pflanzen heißt, sich mit dem status quo des bisher Erreichten und der bisher Erreichten nicht länger zufrieden zu geben. Die Leidenschaft Gottes für seine Menschen motiviert uns nach denen zu fragen, die unsere bisherige Gemeindearbeit nicht erreicht oder in traditionellen Arbeitsformen auch nicht erreichen kann. Wir wollen uns von Gottes Lust am Menschen (Psalm 18, 20) motivieren lassen, mit der Reichweite seiner Liebe Schritt zu halten.
Als Gemeinde von den Nicht-Erreichten her denken!
Weil das Wesen der Kirche Mission ist, fragen die Träger von Gemeindepflanzungen leidenschaftlich nach den Nicht-Erreichten. Sie geben sich nicht damit zufrieden, dass in der Regel mehr als 80% aller Ressourcen einer Gemeinde für die sog. Kerngemeinde verbraucht wird. Sie wollen dieses Verhältnis umkehren!
Realitäten zur Kenntnis nehmen!
Kennen Sie die Fakten? Es ist unglaublich, aber sehr oft investieren Christen viel Zeit, Energie und Geld in aufwändige Programme, ohne zuvor eine ´Marktanalyse` durchzuführen. Bevor der Apostel Paulus eine Gemeinde pflanzte, verbrachte er viel Zeit mit Nachforschungen über Lebensgewohnheiten, Bevölkerungsgruppen, Mentalitäten, religiöse Gewohnheiten und sogar über religiöse Literatur.“ (Hopkins/White) Auf der Basis einer sorgfältigen Gemeindeerkundung werden die nächsten Schritte der Gemeindeentwicklung geplant.
Eine Ergänzung zum Parochial- und Versorgungsdenken
Aufgrund des Parochialsystems wird jedes Gemeindeglied versorgt: Es ist Glied einer Kirchengemeinde. Das ist ein hoher Wert. Gleichzeitig aber erleben wir, dass die zu versorgenden Einheiten immer größer werden bei gleichzeitigem Personalabbau. Als Ergänzung zur flächendeckenden Grundversorgung wollen Pflanzgemeinden deshalb für eine geographisch oder soziologisch eindeutige Gruppe Angebote, insbesondere in Form neuer Gottesdienste, machen.
Ehrenamtliche zu Ehren bringen!
Die Gemeindepflanzungsbewegung ist eine Bewegung von und mit Ehrenamtlichen. Eine Kirche der Zukunft wird die enger werdenden finanziellen Spielräume ernst nehmen müssen, vor allem aber, dass die Menschen der Gemeinde begabt sind und ihre Gaben zum Nutzen des Reiches Gottes einbringen wollen. Pflanzengemeinden versuchen deshalb systematisch, die Gaben ihrer Mitglieder zu entdecken, zu entwickeln, zu fördern und sie ins Spiel zu bringen.
Resümee
:Wir verstehen ´Gemeinde pflanzen` als Modell einer Kirche der Zukunft, also als Chance und Herausforderung, in einer sich verändernden gesellschaftlichen und kirchlichen Situation, am Evangelium und am Menschen orientierte neue Wege zum Bau des Reiches Gottes zu wagen. Dabei versuchen wir, die Anstöße der anglikanischen church plant - Bewegung für die deutsche Situation umzusetzen und fruchtbar zu machen.
Motivation und Vision, neue Gemeinden zu pflanzen, entstehen nicht aus der Resignation über bestehende Verhältnisse in Ortsgemeinden und Landeskirchen, sondern aus der Überzeugung, dass Gott neue Wege und neue Möglichkeiten der Gemeindeentwicklung zeigt. Wir möchten Sie ermutigen zu prüfen, ob in Ihrem Bereich das Pflanzen einer neuen Gemeinde zu einem Aufbruch führen kann, der Gott und den Menschen dient. Dabei wollen wir Ihnen mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten helfen.
Definitionen: In einem kirchlich wenig erreichten Gebiet (geografisch) oder für eine der Kirche entfremdete Gruppe von Menschen (sozial) entsteht als Pflanzung einer Muttergemeinde, im Wesentlichen getragen und verantwortet von Ehrenamtlichen, eine neue Gemeinde, die in der Gestaltung des Gemeindealltags der Zielgruppe entspricht und dabei am Missionsauftrag (Wort und Tat) orientiert ist.

