Profit für Gemeinden

Die vielen positiven Auswirkungen von NEUANFANGEN lassen sich durch statistische Daten häufig nicht darstellen. Gerade dort, wo Christen eine Minderheit in der Bevölkerung sind, trägt das Projekt zu einem wachsenden Selbstwertgefühl bei. Es verändert das Bild, das viele Menschen von der Kirche und den Christen haben, nachhaltig und in positiver Weise.

Grenzüberschreitend in mehrfacher Hinsicht

Die bei NEUANFANGEN beteiligten evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden überschreiten verschiedene Grenzen. Zunächst wird der Schritt aus der eigenen Gemeinde heraus in die ökumenische Kooperation vor Ort häufig belohnt mit der Erfahrung gut funktionierender Zusammenarbeit. Das Miteinander der verschiedenen Konfessionen, aber auch das Zusammenspiel von Ehren- und Hauptamtlichen bringt es mit sich, dass neue, überraschende Erfahrungen gemacht werden, und dass die eigene Position hinterfragt und vermeintliche Klischees aufgedeckt werden.

Christlicher Glaube kann für eine Zeit zum Stadtgespräch werden

Die zweite Grenzüberschreitung ist die Überwindung der häufig sehr stark auf das kirchliche Innenleben bezogenen Gemeindearbeit. Die gemeinsame Hinwendung von Christen zur Öffentlichkeit wird von den Einwohnern eines Ortes oft aufmerksam und wohlwollend wahrgenommen. Je mehr Gemeinden sich beteiligen, desto größer ist die Chance, dass der christliche Glaube für eine Zeit lang das Thema einer ganzen Region wird.

Der Glaube wird persönlich erfahrbar

Bei NEUANFANGEN ist Kommunikation keine Einbahnstraße. Es lebt davon, dass alle Beteiligten bereit sind, sich auf Begegnung und Dialog mit Andersdenkenden einzulassen. Die Wahrheit des Glaubens will immer wieder neu in der jeweiligen Lebenssituation erschlossen werden. In überschaubaren Lerngemeinschaften (kleine Gruppen von 8 bis 12 Personen) wird der Glaube persönlich. Jeder hat die Möglichkeit sich einzubringen und sich individuell mit Themen des Glaubens und des Lebens zu befassen.

Glaube wird konkret und selbstverständlicher

Weil NEUANFANGEN den Mitarbeitenden vielfältigen Möglichkeiten gibt, sich an einer Stelle mit ihren Gaben und Fähigkeiten einzubringen, bekommt der Glaube mehr „Bodenhaftung“ im Leben dieser Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Das häufig selbst bei aktiven Kirchenmitgliedern verbreitete Gefühl von Unsicherheit, wenn sie über ihren Glauben Auskunft geben sollen, nimmt ab. Indem das Gespräch bei NEUANFANGEN in den Mittelpunkt rückt und umfangreiche Schulung Teil des Konzepts ist, trägt das Projekt in der Kerngemeinde stark zur Förderung der Sprachfähigkeit über den Glauben bei. Der Grat zwischen Glaube und Leben verengt sich. Das spüren auch Menschen, die dem Glauben vielleicht bisher skeptisch gegenüberstanden.

Authentischer Glaube wird zur Sache aller Beteiligten

NEUANFANGEN zeigt, dass öffentliche Verkündigung des Glaubens nicht nur im Gottesdienst, sondern auf verschiedenen Ebenen geschieht und Sache sowohl von theologischen Profis als auch von sog. Laien ist: Hier besonders durch persönliche, biografische Zeugnisse als Text (Buch) und im Gespräch (Gesprächsgruppen).

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung non-verbaler Kommunikation: Eine gute Organisation, eine ansprechende Werbekampagne, eine nette Stimme am Telefon, ein Taschenbuch im professionellen Layout oder eine gastfreundliche Atmosphäre transportiert den „Geist“ des Projekts genauso wie das, was explizit im Gottesdienst oder in den Gesprächsgruppen gesagt wird.

NEUANFANGEN hat eine klare und vielfach erprobte Struktur

NEUANFANGEN ermöglicht ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Engagement auf Zeit. Das Projekt hat einen klaren Anfang, klare Inhalte und Ziele sowie ein klares Ende. Die zeitliche Befristung und ein überschaubares Arbeitsfeld (z.B. Buch-Redaktion) lässt erfahrungsgemäß auch Menschen mitarbeiten, die bisher eher am Rand der Gemeinde standen oder die über Gaben verfügen, die sie bisher nicht in der Gemeinde einbringen konnten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen ...

NEUANFANGEN kann für eine Gemeinde zur Initialzündung werden, aus der neue Veranstaltungen entstehen. Möglicherweise entdecken bisher kirchenferne Menschen die Gemeinde als Erlebnisraum, in dem sie Beziehungen eingehen und sich verwurzeln möchten. Wenn eine Gemeinde diese Menschen in ihrer Suche nach Sinn ernst nimmt und ihre Bedürfnisse achtet, könnte die Gemeinde dadurch nachhaltig verändert werden.

Ein Gewinn für viele

Nicht nur dadurch, dass persönliche Glaubenserfahrungen einen hohen Stellenwert im Projekt haben, bewirkt neu anfangen einen geistlichen Zugewinn. Vielmehr empfinden viele Mitarbeitende angesichts der Professionalität des Projektes ein Stück Stolz, dass sie beteiligt sind. Auf diese Weise können sich viele mit ihrer Kirche noch mehr identifizieren als vorher. Neu anfangen trägt so auch zur Aktivierung von „Randsiedlern“ der Gemeinde bei, erweitert das Beziehungsnetz der Gemeinde und stabilisiert die Kirchenmitgliedschaft.

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