Aktuelles

11.12.18: Diakonie Deutschland, EKD und AMD gründen gemeinsame Arbeitsstelle „midi“

Zum 1. Januar 2019 startet in Berlin ein neuartiges Joint Venture zwischen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Diakonie Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD): die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung, kurz: midi.

Im Sinne eines Pilotunternehmens wollen Kirche und Diakonie das Feld der missionarischen Profilbildung nutzen, um stärker als bisher an übergreifenden Fragestellungen gemeinsam zu arbeiten und die wechselseitige Bezogenheit aufeinander noch deutlicher mit Leben zu füllen. Dies entspricht dem Anliegen, das der Rat der EKD als konstitutiv für seine Legislaturperiode definiert hat und nimmt die strategische Zielsetzung der Diakonie Deutschland und die Forderung der EKD-Synode nach überzeugenden neuen Formaten und klugen Strukturen („Zukunft auf gutem Grund“) auf.

midi wird ein Experimentierraum, ein „Think Tank“ für Fragestellungen der Zukunft sein und sie wird Beiträge zu Impulsentwicklung, Beratung, Vernetzung bieten. Besonderes Augenmerk der Arbeitsstelle wird der mittleren Leitungsebene in Kirche und Diakonie in ihrer Funktion als Impulsgeber für künftige Veränderungsprozesse gelten.

Ihren Sitz wird midi im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung haben. Die fachliche Aufsicht liegt bei einem zwölfköpfigen Kuratorium aus EKD, Diakonie und AMD, dem Dr. Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Mitglied im Rat der EKD, vorsitzt. Das Kollegium der Arbeitsstelle, das von Direktor Dr. Erhard Berneburg geleitet wird, setzt sich aus bisherigen Mitarbeitenden der AMD-Geschäftsstelle, Referentinnen und Referenten des EKD-Zentrums Mission in der Region, das zum 31. Dezember 2018 aufgelöst wird, und neuen Mitarbeitenden, auch aus der Diakonie Deutschland zusammen. Die AMD bleibt als Netzwerk bestehen, das Amt des Generalsekretärs/der Generalsekretärin wird durch einen Referenten/eine Referentin von midi übernommen.

Am 27. Mai 2019 wird midi in Berlin festlich eröffnet.

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11.12.18: Stellenausschreibung Referent/in "Kirche und Diakonie im Sozialraum"

Mit einer weiteren Stellenausschreibung für die neue Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung suchen wir eine Referentin oder einen Referenten zum Themenfeld „Kirche und Diakonie im Sozialraum“. Bitte beachten Sie die verkürzte Ausschreibungsfrist bis zum 4. Januar 2019. Sie finden die Stellenausschreibung unter folgendem Link: https://ewde.hr4you.org/job/view/307. Bitte bewerben Sie sich über das bereitgestellte Formular.

01.10.18: Material zur Ökumenischen Bibelwoche 2018/2019 erschienen

Mit Paulus glauben – Zugänge zum Philipperbrief – Ökumenische Bibelwoche 2018/2019

In diesem Jahr dreht sich alles um den Philipperbrief des Paulus. Dieser Brief besticht durch seine Themenvielfalt: Verfolgung und Freude, Liebe und Gemeinschaft, christliche Gesinnung, Furcht und Vertrauen, Geben und Nehmen, irdisches Wirken und himmlische Heimat.

Unter dem Titel „Mit Paulus glauben“ lädt die Bibelwoche zu einer Reise durch den Philipperbrief ein, und zeigt eine sehr persönliche und emotionale Seite seines Verfassers auf – der alte „Haudegen“ Paulus lässt sich darin tief ins eigene Herz blicken!

Textgrundlage sind die Abschnitte Phil 1,12-26; Phil 1,27-2,11; Phil 2,12-30; Phil 3,1-16; Phil 3,17-4,3; Phil 4,4-9; Phil 4,10-23. Das Bibelwochenmaterial ist im Neukirchener Verlag erschienen. Es wird von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart und dem Katholischen Bibelwerk Stuttgart herausgegeben.

Das Bibelwochenmaterial unterstützt bei der Vorbereitung und Gestaltung der ökumenischen Bibelwoche mit Exegesen, konkreten Vorschlägen für die Abende, Impulsen, Materialhinweisen und hilfreichen Texten.

Im Arbeitsbuch werden die Abschnitte aus dem Philipperbrief für sieben Abende fachgerecht und verständlich ausgelegt. Zur eigenständigen Gestaltung der Bibelwoche regen sieben Bibelarbeiten sowie die Bilder zur Bibelwoche an. Ein ausführlicher Gottesdienstentwurf für den
ökumenischen Bibelsonntag rundet das Angebot ab.

Die beiliegende DVD enthält neben Arbeitsbuch und Teilnehmerheft kreative Entwürfe für eine Jugendbibelwoche. Neben Cartoons und den Bildern zur Bibelwoche gibt es das Plakat zur Bibelwoche sowie Text- und Coverelemente zur eigenen Gestaltung von Werbematerialien. Ideen zur fruchtbaren Arbeit mit den Texten und Impulse zur Strukturierung und Gestaltung der einzelnen Abende, wie z. B. mit Bibleartjournaling, werden ebenso auf der DVD bereitgestellt.

Das Teilnehmerheft orientiert sich an den Gestaltungsvorschlägen des Arbeitsbuches. Zu den sieben Abschnitten aus dem Philipperbrief gibt es Hilfen zum Textverständnis und Anregungen zur Entdeckung der Textinhalte allein oder in Arbeitsgruppen. Die Bilder zur Bibelwoche, Impulse zur Meditation und Raum für eigene Notizen ergänzen das Material. Für den Gottesdienst zum Ökumenischen Bibelsonntag zu Phil 4,13 bereichert ein Ablaufplan mit Liedern und Gebeten für die Gemeinde das Teilnehmerheft.

09.05.18: AMD-Delegiertenkonferenz: Nachfolge, die verwandelt

Vom 14. bis 16. Mai kommen in Hofgeismar (Hessen) die AMD-Delegierten zu ihrer Jahrestagung zusammen. Die rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von landeskirchlichen Ämtern, freien Werken und diakonischen Einrichtungen diskutieren u.a. das Schwerpunktthema "Nachfolge, die verwandelt - Impulse der Weltmissionskonferenz 2018". Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit vom Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche wird das Thema "Nachfolge bei Bonhoeffer" beleuchten, Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt von der CVJM-Hochschule Kassel spricht zu Nachfolge im Neuen Testament. Dr. Michael Biehl vom Evangelischen Missionswerk in Hamburg wird von der Weltmissionskonferenz in Arusha berichten.

Die Tagesordnung finden Sie hier.

13.02.18 Die Videos der Fachtagung Evangelisation 2018 zum Ansehen

„Wie machen´s andere?“, das war die Leitfrage der Fachtagung Evangelisation 2018 im ICF in Karlsruhe. Viele Gäste haben uns zu diesem Thema besucht, zwei Gäste haben wir im Vorfeld besucht und um Ihre Statements gebeten – hier sind die Interviews von Dr. Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und von Peter Wenz (Gospelforum Stuttgart).

25.04.18 Fachtag Bibel: Wie kommt die Bibel neu in den Blick?

Unter dieser Fragestellung erörterten beim Fachtag Bibel Teilnehmende aus ganz Deutschland die gegenwärtigen Herausforderungen und Möglichkeiten der Kommunikation mit und über die Bibel. Die Menschen möchten heute in ihrer eigenen Deutungskompetenz gegenüber der Bibel ernst genommen werden. Es steht nicht mehr im Vordergrund, was Experten zur Bibel sagen, sondern was die Bibel einem selbst sagt. Dazu brauchen Menschen aber kurze und verständliche Antworten auf grundsätzliche Fragen zum Selbstverständnis der Bibel und zur damaligen Lebenswelt, um gravierende Missverständnisse zu vermeiden. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Fachtags Bibel am im April in Frankfurt war darum die Präsenz und Präsentation der Bibel in den social media.

Viel Rückenwind bekommt das Bibelthema gerade von katholischer Seite, wo sowohl an Bibelkursen, als auch am ökumenischen Bibelsonntag ein großes Interesse besteht. Wir profitieren gerade bei der erschließenden Beschäftigung mit der Bibel sehr davon, dass wir unsere Kräfte und Ideen ökumenisch bündeln: Gemeinsam sind wir in AMD, Deutscher Bibelgesellschaft, katholischem Bibelwerk, Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirche (ACK), freien Werken und Verbänden mit demselben Anliegen unterwegs, nämlich die Bibel in Kirche und Gesellschaft spannend und lebensnah neu in den Blick zu bringen.

Als interessante neue Projekte dazu wurden u.a. vorgestellt:

Bibel Projekt – Youtube Filme z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=If-fs-dl84o . Eine Online Bibelstunde mit ergänzenden Videos oder Blogs und Kommentarfunktion und anschließendem Life-Chat auf Youtube sonntagabends um 19:00 Uhr unter dem Namen „Die Bibelchecker“. Nach einem bibelkundlichen Einstieg soll es weiter in die Tiefe gehen. Das Projekt wurde von Tobias Schneider, Leiter der missionarischen Dienste Württemberg vorgestellt.

One of the 500 – Spielend entdecken, wer Gott ist. Das Evangelium als HQ 3D Role-Playgame. Auf dem Spielemarkt einzigartig und innovativ! Trailer und Mitmach-Möglichkeiten auf der Homepage http://1of500.de/. Der Ansatz des Spiels ist: Bibel kannst du jetzt als Videospiel erleben. Die Storyline erzählt das Leben Jesu bis zur Auferstehung, dann setzt die Charakterentwicklung der Spieler ein, die sich immer mehr an Jesus angleicht. Es ist ein Single-Player Spiel. Gemeinschaft wird hier virtuell realisiert.

Messenger Modul zur ökumenischen Bibelwoche: basierend auf der Jugendbibelwoche, als Ersatz fürs Teilnehmerheft wird die Jungendbibelwoche von Nachrichten auf einem Messengerdienst unter der Woche begleitet. Zwischen den Einheiten gibt es Impulse, Lesetipps, Reaktionsmöglichkeiten. Im Vorbereitungsmaterial zur ökumenischen „Texte zur Bibel“ werden die Messages abgedruckt sein. Das Angebot wendet sich an eine bestehende Gruppe.

Janas Youtube Channel: Die Poetry-Slammerin Jana erzählt über ihren Glauben. Dieser Channel wurde von der EKD iniziiert https://www.youtube.com/watch?v=l0M8xbvgCZY

Terminhinweis: Vom 18. Bis 22. Oktober 2018 finden in Berlin die Europäischen Bibeldialoge zum Thema „Gott spricht analog“ statt. Mehr dazu unter http://www.eaberlin.de/seminars/data/2018/ebd/gott-spricht-analog/

24.10.17: Vier neue Mitglieder im AMD-Vertrauensrat

Durch das Ausscheiden von Burkhard Weber, Birgit Winterhoff und Christian Höser galt es bei der AMD-Delegiertenversammlung Ende September in Hannover, drei Stellen im AMD-Vertrauensrat neu zu besetzen. Gewählt wurden der CVJM-Generalsekretär Hansjörg Kopp, der Leiter des Amtes für missionarische Dienste der westfälischen Landeskirche, Ingo Neserke, und Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau der Landeskirche Anhalt. Zuvor hatte sich der Vertrauensrat dafür ausgesprochen, eine weitere Person zu kooptieren: Zukünftig wird auch Katharina Haubold von der CVJM-Hochschule in Kassel im AMD-Leitungsgremien dabei sein.

Der AMD-Vorsitzende Dr. Ulrich Fischer berichtete der Delegiertenversammlung über die Fortschritte im Blick auf die neue Arbeitsstelle, in der künftig die AMD-Geschäftsstelle, das EKD-Zentrum Mission in der Region und Arbeitsschwerpunkte der Diakonie Deutschland verschmelzen sollen. In der neuen Arbeitsstelle sollen die Grundsatzfragen der Missionstheologie behandelt werden, insbesondere wie die Sprachfähigkeit im missionarischen Handeln verbessert werden kann. Dabei habe sich missionarische Arbeit sich an Lebenslagen, an Sozialräumen und an vorhandenen Organisationsformen zu orientieren, und nicht an überkommenen parochialen oder kirchenbezirklichen Strukturen. In der neuen Arbeitsstelle solle zudem die Beratung diakonischer Unternehmen und Organisationen in diakonischer Profilbildung erfolgen. Insgesamt solle die neue Arbeitsstelle helfen, im gemeinsamen Wirken von Kirche und Diakonie Kirche im Sozialraum zu gestalten, vor allem indem mit einem reflektierten Missionsbegriff und in missionarischer Mehrsprachigkeit Formen der Kommunikation des Evangeliums entwickelt werden, die besonders für die mittlere Leitungsebne von Bedeutung sind. Voraussichtlich im Januar 2018 wird sich der Rat der EKD mit der Planung befassen, so dass die neue Arbeitsstelle im Spätjahr 2018 oder zum 1. Januar 2019 ihre Arbeit aufnehmen könnte.

Vizepräsident Dr. Thies Gundlach hob in seinem Vortrag zum Reformationsjubiläum drei Aspekte besonders hervor: Es sei gelungen, den Blick über Wittenberg und Deutschland hinaus zu weiten (z.B. durch den Europäischen Stationenweg). Staat und Kirche seien „Hand in Hand“ gegangen, was u.a. bei der Eröffnung des Jubiläums am Reformationstag 2016 in Berlin deutlich wurde. Parallel dazu fand in Lund der Eröffnungsgottesdienst des LWB statt, der durch die Anwesenheit des Papstes die ökumenische Dimension des Jubiläums sichtbar machte. Der dritte wichtige Aspekt sei die Resonanz vor Ort: In den Regionen wurde nicht nur große Begeisterung in Veranstaltungen und Events eingebracht, sondern auch substantielle inhaltliche Arbeit geleistet. Es war ein Beteiligungsjubiläum und ein Kulturjubiläum:  Immer dann, wenn Kirche die Kooperation mit anderen Partnern wie z.B. Kulturträgern gesucht hat, war das Interesse der Öffentlichkeit besonders groß.

Dr. Erhard Berneburg und Mitglieder der Geschäftsstelle warfen anschließend einen Rückblick auf die konkreten Aktivitäten der AMD im Jubiläumsjahr:  So waren zahlreiche AMD-Mitglieder mit wichtigen Beiträgen auf der Weltausstellung Reformation 2017 in Wittenberg vertreten (wie z.B. der Gnadauer Gemeinschaftsverband, der CVJM, Alpha und andere). DYNAMISSIO war ein theologisch hochwertiger Kongress, das wurde nicht nur in den Hauptvorträgen, sondern auch in den exzellenten Workshops deutlich. Vertreten war dabei eine große theologische Bandbreite – schon die Vorbereitung in diesem breiten Spektrum war ein wichtiger Prozess.  Mehr Besucher wären wünschenswert gewesen, aber die Finanzen sind inzwischen ausgeglichen. Das Global Leadership Forum der Lausanner Bewegung hat im Juni 200 Evangelisten aus der ganzen Welt in Wittenberg versammelt, darunter 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland. Die ErneuerBar der AMD konnte über 7.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen und ihnen den „begehbaren Glaubenskurs“ präsentieren. Und Reformation 2017: Das Magazin hat in 100.000 Exemplaren seinen Weg in die Riege der Premiumprodukte im Zeitschriftenhandel gemacht. Mit den unterhaltsamen und informativen Geschichten rings um die Reformation, den aufwendig produzierten Bilderstrecken und dem kompakten Glaubenskurs von Klaus Douglass ist es gelungen, Absender- und Adressateninteresse erfolgreich zu verbinden.

15.09.17: Spur8-Glaubenskurs in Brasilien

Ein Projekt zieht Kreise

Punktgenau konnte es in Brasilien mit „Spur8 – Entdeckungen im Land des Glaubens“ losgehen: Genau 10 Minuten vor Anfang des ersten Multiplikatorenkurses lieferte die Druckerei die ersten 1.000 Teilnehmermappen. Vorangegangen war intensive Arbeit: Nach ersten Gesprächen mit der AMD im Jahr 2014 machte sich eine von der Faculdade Luterana de Teologia (FLT) koordinierte Arbeitsgruppe an die Übertragung des Kurses. TRILHA8 (so heisst SPUR8 in Brasilien) nahm Gestalt an und Mitte 2016 war der Kurs fertig. Inzwischen haben viele Gemeinden damit begonnen, TRILHA8 durchzuführen. Über 4.000 Teilnehmermappen wurden bereits in dieser kurzen Zeit verkauft. Die Berichte aus den Gemeinden sind sehr erfreulich und ermutigend.

Ein Praxisbeispiel aus einer Gemeinde: Eine TRILHA8-Arbeitsgruppe der Gemeinde Rio Negro-Mafra nahm an einem Training teil, um sich auf die verschiedenen Aufgaben (Referate, Moderation der Gesprächsgruppen, etc.) vorzubereiten. Dann begann die Phase der Einladung. Sie hofften – und beteten dafür – dass 40 Menschen aus der Gemeinde teilnehmen würden. Ein paar Tage vor Kursbeginn hatten sie die gewünschten Anmeldungen. Aber es wurden noch mehr: Genau 85 TeilnehmerInnen, darunter viele ohne kirchliche Bindung, aber auf der Suche nach einer geistlichen Heimat. Der Abschlussgottesdienst war sehr bewegend.

Ein weiteres Beispiel aus dem Norden Brasiliens: In Mai wurde in der Synode Amazonien ein Multiplikatorenkurs angeboten. Während des Kurses teilte ein junger Pastor seine Sorge, seine Gemeinde würde wohl kaum die finanziellen Mittel für die Teilnehmermappen aufbringen können. Nach einer Anfrage stellte sich sofort ein Ehepaar aus der Gemeinde Rio Negro-Mafra zur Verfügung, um die gewünschten 50 Teilnehmermappen zu sponsern. So vernetzen sich die Gemeinden, die sich mit Kursen zum Glauben gemeinsam auf den Weg zu einer missionarischen Kirche machen.

Wer Kurse zum Glauben anbietet, muss auch für das Danach sorgen. Das nimmt die FLT sehr ernst. Ein Magazin für Kleingruppen, genannt „T8+“ ist fast fertig. Es soll Menschen helfen, die nach einem TRILHA8-Kurs weiter machen wollen. Evangelische Kirchen aus benachbarten Ländern (Chile, Argentinien, Paraguay) wurden auf TRILHA8 aufmerksam und baten die FLT um die Übersetzung ins Spanische. Durch ein Projekt, das von der AMD und der FLT koordiniert wird, soll SPUR8/TRILHA8 weitere Kreise in Lateinamerika ziehen.

08.06.17: 200 Evangelisten aus aller Welt treffen sich in Wittenberg

Runder Tisch Evangelisation der Lausanner Bewegung feiert das Reformationsjubiläum

Vom 14. bis 15. Juni 2017 findet in der Lutherstadt Wittenberg der diesjährige „Runde Tisch Evangelisation“ statt. Zu den 60 Teilnehmenden aus deutschen Kirchen, Werken und Verbänden kommen in diesem Jahr noch rund 140 Teilnehmende aus aller Welt, die in den Tagen zuvor in Wittenberg das Global Leadership Forum der Internationalen Lausanner Bewegung besucht haben.

Der „Runde Tisch Evangelisation“ 2017 beginnt um 15 Uhr im Stadthaus Wittenberg (Mauerstraße 18, 06886 Lutherstadt Wittenberg) mit der Diskussion um „Schlüsselthemen und Entwicklungen der weltweiten Missionsbewegung“. Impulsgeber sind unter anderem der Vorsitzende der Internationalen Lausanner Bewegung, Dr. Michael Oh; der badische Dekan Dr. Martin Reppenhagen; der ghanaische Theologe Nana Yaw Offei Awuku, Direktor der Jugendorganisation der Lausanner Bewegung (Director of the Lausanne Younger Leaders Generation initiative (YLGen); der Jamaikaner Las Newmann, stellv. Direktor und Koordinator der zwölf Weltregionen der Lausanner Bewegung (Global Associate Director for Regions); David Ro aus Taiwan, Regionaldirektor der Lausanner Bewegung für Ostasien (Regional Leader for East Asia); sowie der US-Amerikaner David Bennett, der als stellv. Direktor für Zusammenarbeit und Inhalte (Global Associate Director for Collaboration and Content) der Internationalen Lausanner Bewegung tätig ist.

Ab 19 Uhr findet ein festlicher Abend zum Reformationsjubiläum statt, bei dem der Direktor der Evangelischen Wittenbergstiftung, Jan von Campenhausen, für die EKD, der Präses des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting, für die Freikirchen und der Lausanne-Vorsitzende Dr. Michael Oh Grußworte sprechen werden. Am Donnerstag feiern die Teilnehmenden um 9 Uhr einen internationalen Gottesdienst in der Schlosskirche, in dem Pfarrer Ulrich Parzany die Predigt halten wird.

Berlin, 8. Juni 2017
Silke Römhild
Kommunikation der AMD

Die Koalition für Evangelisation in Deutschland wird institutionell getragen von der Deutschen Evangelischen Allianz und der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste. Zur Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) gehören die landeskirchlichen Ämter für Missionarische Dienste/Gemeindedienste, freikirchliche Ämter sowie mehr als 70 freie Werke und Verbände, die mit missionarischer Zielsetzung arbeiten. Die AMD ist Fachverband der Diakonie Deutschland im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung.

17.05.17: AMD-Präsenz in Wittenberg

"ErneuerBar" wird eröffnet

Alle Augen sind dieser Tage auf Wittenberg gerichtet – und ab dem 19. Mai ist die Lutherstadt um eine weitere Attraktion reicher: In der ErneuerBar wollen wir von der AMD das Christsein evangelischer Prägung darstellen und feiern. Wir wollen den Glauben zum Thema machen und zum Glauben einladen. Wir wollen Gott neu entdecken und von ihm innerlich erneuert werden. Schräg gegenüber der Leucorea in der Collegienstraße erwarten wir Sie in der ErneuerBar zu einem „Glaubenskurs to go“, in dem wir die vier soli in ihrer Bedeutung für heute darstellen. Information, Erfahrung und Anregung – so ließe sich die Ausstellungspräsenz der AMD auf drei Worte bringen. Der Duft von frischem Brot und Kaffee begrüßt den Besucher beim Eintritt. Medientürme bieten Interessantes und ganz Persönliches zu den Aussagen der Reformation. Und im „Erneuer(T)raum“ können Gebete, Wünsche und Hoffnungen Teil von etwas neuem Großen werden. Wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung der ErneuerBar am 19. Mai 2017, 12-14 Uhr, Collegienstraße 35, 06886 Lutherstadt Wittenberg.

 

25.03.17: DYNAMISSIO-Kongress in Berlin beendet

„Wir werden uns diese Gemeinschaft nicht mehr nehmen lassen“

Mit einem Abendmahlsgottesdienst im Berliner Velodrom ist am Samstag der dreitägige missionarische Gemeindekongress DYNAMISSIO zu Ende gegangen. Der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Michael Diener, der auch Mitglied im Vorstand des Kongresses und im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, ermutigte in seinem Sendungswort die 2.200 Teilnehmenden, den Blick auf das Gelingende zu richten: „Vieles ist auch heute schon gut: Schaut euch diesen Kongress an.“ Im Vorfeld habe es durchaus heftige Debatten gegeben. „Aber wir sind zusammen geblieben“, so Diener unter dem Applaus der Anwesenden. „Und wir werden uns diese Gemeinschaft nicht mehr nehmen lassen.“

Am Vortag hatte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, angesichts von Terror und Gewalt Christinnen und Christen dazu aufgerufen, „Botschafter der Versöhnung“ zu sein. Viele Menschen seien erschrocken und verunsichert über „Staatspräsidenten, die anderen Staaten und Politikern Nazi-Vorwürfe entgegenbringen“, über die Pläne, neue Mauern zu errichten und über wachsende Entfremdung und Zwietracht. Auch der Terroranschlag in London mache sehr betroffen: „Wir denken im Gebet an die Menschen dort.“ Aber „weil Christus unter uns ist, reagieren wir nicht mit Hass auf Gewalt. Und wir überlassen nicht der Angst das Feld.“

Der Greifswalder Theologieprofessor Michael Herbst hatte im Eröffnungsvortrag am Donnerstag, 23. März, Luthers Rechtfertigungslehre in den Mittelpunkt gestellt und für eine Rückkehr zu diesem „Glutkern reformatorischer Theologie“ geworben. Das Evangelium von der Befreiung durch Jesus Christus sei 500 Jahre nach der Reformation immer noch fremd und sperrig. „Dieses Fremde zu sagen, macht Kirche relevant.“

Neben den Vorträgen im Velodrom fanden in ganz Berlin an insgesamt 124 Veranstaltungsorten in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen Foren, Seminare und Workshops statt, unter anderem mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder und dem religions- und migrationspolitischen Sprecher von BÜNDNIS 90/Die Grünen, Volker Beck. Der Vorsitzende des Kongressvorstandes, Dr. Erhard Berneburg, verwies am Freitag vor Journalisten auf die große Bandbreite der Veranstalter und das Neuartige dieses Formates: „Das hat es so in Deutschland noch nicht gegeben. Wir brauchen diesen Austausch und das Lernen voneinander für die missionarische Bewegung.“

Und so lauschten beispielsweise am Donnerstagnachmittag 185 Teilnehmer im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung am Berliner Nordbahnhof gebannt dem Vortrag von Prof. Hans-Joachim Eckstein zur „Menschwerdung Gottes“. In einem Forum zur Vielfalt der Religionen betonte Andreas Goetze, Landespfarrer für den interreligiösen Dialog der Berliner Landeskirche: „Schafft Räume der Begegnung, nur so wächst Vertrauen!“ Der Leiter der Münchener ICF-Gemeinde (International Christian Fellowship), Tobias Teichen, berichtete über die Ausrichtung seiner Gemeinde am „Puls der Zeit.“ Damit sei nicht der Zeitgeist gemeint, erläutert Teichen, sondern die Fragen, die die Menschen umtreiben. „Die Antwort ist immer Jesus, aber man muss zuerst die Fragen der Menschen kennen.“ Auch eine Vielzahl von Praxisprojekten stellte sich vor. Wie zum Beispiel „blu:boks“: Inmitten der Mietskasernen von Lichterfelde bietet das Projekt in Workshops zu Musik, Tanz, Schauspiel und Handwerk den jungen Menschen des Stadtteiles die Möglichkeit, neue Seiten an sich zu entdecken und zu entfalten.

In all den Veranstaltungen ging es immer wieder um die Frage: Wie können Christinnen und Christen den Menschen ihr Umfeld, aber auch die Welt darüber hinaus zum Guten verändern? „Das Leiden der Menschen in El Salvador, in Syrien, im Iran, in der demokratischen Republik Kongo und aller anderen ist eine Realität, der wir nicht ausweichen können“, so die Theologin Ruth Padilla DeBorst aus Costa Rica, die am Freitagabend im Velodrom sprach. „Das ist die Realität, in die wir als Kirche gesandt sind, in den Fußspuren unseres Herrn.“

Veranstaltet und getragen wird DYNAMISSIO, der missionarische Gemeindekongress 2017 von der „Koalition für Evangelisation e.V.“, einem breiten Bündnis von Christinnen und Christen, in dem die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, die Evangelische Allianz in Deutschland und eine Reihe weiterer missionarischer Akteure zusammenwirken. Eine Reihe weiterer Berichte und Fotos, die zum Abdruck frei sind, finden Sie auf www.dynamissio.de.

06.02.17: Fresh X wächst weiter

Vereinsgründung - AMD wird Koordinationsstelle

Am Samstag, 4.2.2017 wurde der Verein „Fresh X - Netzwerk e.V.““ von 23 Kirchen, Verbänden und Werken gegründet. Schon seit 2011 gestalten mehr als 20 Landeskirchen, Freikirchen, Bistümer, Werke, Organisationen und Ausbildungsstätten das ökumenische und deutschlandweite Fresh X - Netzwerk. Durch die Vereinsgründung wollen die 23 Mitglieder in noch höherer Verbindlichkeit eine vielfältige und erfrischende Kirche fördern. Prof. Dr. Michael Herbst, Direktor des Instituts zur Forschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung betont, dass mit dem Verein keine starre Institution gegründet wurde:

„Der neue Verein ist ein Hoffnungszeichen. Fresh X gründet mit diesem Verein keine starre Institution, sondern gestaltet weiterhin eine lebendige Bewegung. Die 23 verschiedenen Partner bleiben zusammen und festigen ihre Zusammenarbeit. So unterschiedlich sie auch sind: Allen geht es darum, dass Gemeinden den Mut finden und die nötigen Fertigkeiten erlernen, um in „neue" Lebenswelten aufzubrechen und mit anderen Menschen eine „frische" Gestalt christlicher Gemeinschaft zu entwickeln.“

Die Vertreter des neuen Vereins sind sich darin einig: Nur im gelebten Miteinander der Ökumene kann die Kirche der Zukunft gestaltet werden. In der Präambel der Satzung formulieren sie das Ziel des Vereins:

„Inspiriert von der englischen Fresh X – Bewegung fördert das Fresh X - Netzwerk alle neuen Ausdrucksformen gemeindlichen Lebens, die missional, kontextuell, lebensverändernd und gemeindebildend sind. Unter einer Fresh X verstehen wir dabei eine neue Form von Gemeinde für unsere sich verändernde Kultur, die primär für Menschen gegründet wird, die noch keinen Bezug zu Kirche und Gemeinde haben. […] Das Fresh X - Netzwerk verfolgt die Vision einer Kirche in vielfältiger Gestalt. Bestehende Ortsgemeinden und neue Fresh X stehen nicht in Konkurrenz, sondern sind verschiedene, sich ergänzende Ausdrucksformen, durch die das eine Reich Gottes heute Gestalt gewinnen will.”

Maria Hermann, Referentin in der Hauptabteilung Pastoral im Bistum Hildesheim und eine der Leiterinnen von Kirche2 – eine ökumenische Bewegung ergänzt: „Ich hoffe, dass wir mit der Vereinsgründung einen Beitrag dazu leisten können, die Frage nach der Mission in einer angemessen und achtsamen Weise auch für Deutschland wieder zu eröffnen. Und dass wir sie damit auch als dezidiert ökumenisches Thema begreifen lernen.“

Prof. Dr. Tobias Faix, Professor für Praktische Theologie an der CVJM-Hochschule bezeichnet die Vereinsgründung am vergangenen Samstag als „historischen Moment mit hoffentlich nachhaltigen geistlichen Auswirkungen.“

• Eine List der Gründungsmitglieder des Vereins „Fresh X – Netzwerk e.V.“ findet sich auf der Webseite von Fresh X

• Weiteres Infomaterial gibt es hier.