Blauer Himmel

Bibelwoche aktuell

Ökumenische Bibelwoche 2017/2018

Zwischen dir und mir. Eine Bibelwoche zum Hohelied der Liebe.

Die Reaktionen auf das Thema der diesjährigen Bibelwoche waren sehr unterschiedlich: einige waren begeistert: „Das ist ja mal ein Thema, das mitten aus dem Leben kommt!“ Diese Bibelwoche bietet die Chance, Menschen anzusprechen und einzubinden, die die Bibelwoche sonst uninteressant finden. Es bietet sich an, die Bibelwoche durch andere Veranstaltungen zu rahmen und zu ergänzen:

Die Texte der Hoheliedes sind wunderschön. Sie verzaubern und entführen in eine Welt voller Lebenslust und Genuss, voller Sehnsucht und Verlangen. Diese Texte wollen das Leben in all seinen Höhen und Tiefen spürbar werden lassen.

Dabei greift das Hohelied auch auf die Erfahrungen der menschlichen Liebe zurück um Erfahrungen mit der göttlichen Liebe in Worte zu fassen. Diese Dimension klingt in den Texten der Bibelwoche mit und will entdeckt und zur Sprache gebracht werden. So bereichern diese Texte auch das Glaubensleben und die Beziehung zu Gott.

Das neue Bibelwochenmaterial für die Bibelwoche 2017/2018 erscheint im August 2017 unter dem Titel: „Zwischen dir und mir“ – sieben Texte aus dem Hohelied.

Zum Shop

Die BasisBibel-Sonderausgabe zum Hohelied

Zur Bibelwoche wurden erstmals die Liebeslieder des Hohenliedes für die BasisBibel neu übersetzt. Die Texte sind wie gewohnt in Sinnzeilen gedruckt und durch kurze Sacherklärungen auf dem Rand jeder Seite ergänzt. Bei der Deutschen Bibelgesellschaft können Sie je zehn Stück für 5 Euro bestellen.

Zum Shop

Meine Woche mit der Bibel

Wer die Bibelwoche für sich allein gestalten will, kann das neue Andachtsheft von Kerstin Offermann nutzen. Durch Gedankenanregungen und Einstiegsfragen ergänzt, kann so jeder eine Woche lang intensiv in die Texte eintauchen. Die Broschüre kann bei der AMD gedruckt bestellt werden (kostenlos) oder Sie laden sie hier direkt herunter.

Alles Liebe - das Lied zur Bibelwoche 2017/ 2018

Martin Kaminski hat zur Ökumenischen Bibelwoche 2017/ 2018 ein passendes Lied geschrieben, die Melodie ist von Patrick Mühlhausen.

Praise&Pray: Kreativheft zum Hohelied

Zum Ausdrucken und Gestalten: Halten Sie Ihre Entdeckungen mit dem Hohelied auf künstlerische Art für sich fest. Schreiben Sie, malen Sie, zeichnen und skizzieren oder kritzeln Sie – und erleben Sie, wie Ihre ganz eigenen Bilder den Weg in ihr Herz finden und dort weiterwirken.

Für Ihre Öffentlichkeitsarbeit

Bibel-Texte zur Bibelwoche 2017/2018

1. Süßer als Wein – stark wie der Tod: Hohelied 1,2-4. 6,8-10. 8,6-7

Lesen

2 Mit Küssen seines Mundes bedecke er mich. Süßer als Wein ist deine Liebe.

3 Köstlich ist der Duft deiner Salben, dein Name hingegossenes Salböl; darum lieben dich die Mädchen.

4 Zieh mich her hinter dir! Lass uns eilen! Der König führt mich in seine Gemächer. Jauchzen lasst uns, deiner uns freuen, deine Liebe höher rühmen als Wein. Dich liebt man zu Recht.

 

8 Sechzig Königinnen (hat Salomo), achtzig Nebenfrauen und Mädchen ohne Zahl.

9 Doch einzig ist meine Taube, die Makellose, die Einzige ihrer Mutter, die Erwählte ihrer Gebärerin. Erblicken sie die Mädchen, sie preisen sie; Königinnen und Nebenfrauen rühmen sie.

10 Wer ist, die da erscheint wie das Morgenrot, wie der Mond so schön, strahlend rein wie die Sonne, prächtig wie Himmelsbilder?

 

6 Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen.

7 Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

2. Reicher als Salomo: Hohelied 1,1. 8,11-12. 3,7-11

Lesen

1 Das Hohelied Salomos.

8 Wenn du das nicht weißt, du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, dann weide deine Zicklein dort, wo die Hirten lagern.

11 Machen wir dir noch goldene Kettchen, kleine Silberkugeln daran.

12 Solange der König an der Tafel liegt, gibt meine Narde ihren Duft.

7 Sieh da, das ist Salomos Sänfte; sechzig Helden geleiten sie, Israels Helden,

8 alle vertraut mit dem Schwert, geschult für den Kampf; jeder trägt sein Schwert an der Hüfte gegen die Schrecken der Nacht.

9 Einen Tragsessel ließ König Salomo zimmern aus Holz vom Libanon,

10 die Pfosten in Silber, die Lehne in Gold, der Sitz in Purpur, das Innere mit Steinen belegt.

11 Ihr Töchter Jerusalems, kommt heraus und schaut, ihr Töchter Zions, König Salomo mit der Krone! Damit hat ihn seine Mutter gekrönt am Tage seiner Hochzeit, an dem Tag seiner Herzensfreude.

3. Ich suche, den meine Seele liebt: Hohelied 1,5-8. 3,1-6. 5,2-8

Lesen

5 Braun bin ich, doch schön, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, wie Salomos Decken.

6 Schaut mich nicht so an, weil ich gebräunt bin. Die Sonne hat mich verbrannt. Meiner Mutter Söhne waren mir böse, ließen mich Weinberge hüten; den eigenen Weinberg konnte ich nicht hüten.

7 Du, den meine Seele liebt, sag mir: Wo weidest du die Herde? Wo lagerst du am Mittag? Wozu soll ich erst umherirren bei den Herden deiner Gefährten?

8 Wenn du das nicht weißt, du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, dann weide deine Zicklein dort, wo die Hirten lagern.

1 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

2 Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen, die Gassen und Plätze, ihn suchen, den meine Seele liebt. Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

3 Mich fanden die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt. Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?

4 Kaum war ich an ihnen vorüber, fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los, bis ich ihn ins Haus meiner Mutter brachte, in die Kammer derer, die mich geboren hat.

5 Bei den Gazellen und Hirschen der Flur beschwöre ich euch, Jerusalems Töchter: Stört die Liebe nicht auf, weckt sie nicht, bis es ihr selbst gefällt.

6 Wer ist sie, die da aus der Steppe heraufsteigt in Säulen von Rauch, umwölkt von Myrrhe und Weihrauch, von allen Wohlgerüchen der Händler?

2 Ich schlief, doch mein Herz war wach. Horch, mein Geliebter klopft: Mach auf, meine Schwester und Freundin, meine Taube, du Makellose! Mein Kopf ist voll Tau, aus meinen Locken tropft die Nacht.

3 Ich habe mein Kleid schon abgelegt - wie soll ich es wieder anziehen? Die Füße habe ich gewaschen - soll ich sie wieder beschmutzen?

4 Mein Geliebter streckte die Hand durch die Luke; da bebte mein Herz ihm entgegen.

5 Ich stand auf, dem Geliebten zu öffnen. Da tropften meine Hände von Myrrhe am Griff des Riegels.

6 Ich öffnete meinem Geliebten: Doch der Geliebte war weg, verschwunden. Mir stockte der Atem: Er war weg. Ich suchte ihn, ich fand ihn nicht. Ich rief ihn, er antwortete nicht.

7 Da fanden mich die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt; sie schlugen, sie verletzten mich. Den Mantel entrissen sie mir, die Wächter der Mauern.

8 Ich beschwöre euch, Jerusalems Töchter: Wenn ihr meinen Geliebten findet, sagt ihm, ich bin krank vor Liebe.

4. Meine Schöne, so komm doch: Hohelied 2,8-14. 7,11-14

Lesen

8 Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel.

9 Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.

10 Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!

11 Denn vorbei ist der Winter, verrauscht der Regen.

12 Auf der Flur erscheinen die Blumen; die Zeit zum Singen ist da. Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land.

13 Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften. Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!

14 Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.

11 Ich gehöre meinem Geliebten und ihn verlangt nach mir.

12 Komm, mein Geliebter, wandern wir auf das Land, schlafen wir in den Dörfern.

13 Früh wollen wir dann zu den Weinbergen gehen und sehen, ob der Weinstock schon treibt, ob die Rebenblüte sich öffnet, ob die Granatbäume blühen. Dort schenke ich dir meine Liebe.

14 Die Liebesäpfel duften; an unsrer Tür warten alle köstlichen Früchte, frische und solche vom Vorjahr; für dich hab ich sie aufgehoben, Geliebter.

5. Alles ist Wonne an dir: Hohelied 4,1-7. 5,9-16

Lesen

1 Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön. Hinter dem Schleier deine Augen wie Tauben. Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen, die herabzieht von Gileads Bergen.

2 Deine Zähne sind wie eine Herde frisch geschorener Schafe, die aus der Schwemme steigen. Jeder Zahn hat sein Gegenstück, keinem fehlt es.

3 Rote Bänder sind deine Lippen; lieblich ist dein Mund. Dem Riss eines Granatapfels gleicht deine Schläfe hinter dem Schleier.

4 Wie der Turm Davids ist dein Hals, in Schichten von Steinen erbaut; tausend Schilde hängen daran, lauter Waffen von Helden.

5 Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein, wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden.

6 Wenn der Tag verweht und die Schatten wachsen, will ich zum Myrrhenberg gehen, zum Weihrauchhügel.

7 Alles an dir ist schön, meine Freundin; kein Makel haftet dir an.

9 Was hat dein Geliebter den andern voraus, du schönste der Frauen? Was hat dein Geliebter den andern voraus, dass du so uns beschwörst?

10 Mein Geliebter ist weiß und rot, ist ausgezeichnet vor Tausenden.

11 Sein Haupt ist reines Gold. Seine Locken sind Rispen, rabenschwarz.

12 Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbächen; (die Zähne,) in Milch gebadet, sitzen fest.

13 Seine Wangen sind wie Balsambeete, darin Gewürzkräuter sprießen, seine Lippen wie Lilien; sie tropfen von flüssiger Myrrhe.

14 Seine Finger sind wie Stäbe aus Gold, mit Steinen aus Tarschisch besetzt. Sein Leib ist wie eine Platte aus Elfenbein, mit Saphiren bedeckt.

15 Seine Schenkel sind Marmorsäulen, auf Sockeln von Feingold. Seine Gestalt ist wie der Libanon, erlesen wie Zedern.

16 Sein Mund ist voll Süße; alles ist Wonne an ihm. Das ist mein Geliebter, ja, das ist mein Freund, ihr Töchter Jerusalems.

6. Berauscht euch an der Liebe: Hohelied 4,12-5,1. 7,7-10

Lesen

12 Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut, ein verschlossener Garten, ein versiegelter Quell.

13 Ein Lustgarten sprosst aus dir, Granatbäume mit köstlichen Früchten, Hennadolden, Nardenblüten,

14 Narde, Krokus, Gewürzrohr und Zimt, alle Weihrauchbäume, Myrrhe und Aloe, allerbester Balsam.

15 Die Quelle des Gartens bist du, ein Brunnen lebendigen Wassers, Wasser vom Libanon.

16 Nordwind, erwache! Südwind, herbei! Durchweht meinen Garten, lasst strömen die Balsamdüfte! Mein Geliebter komme in seinen Garten und esse von den köstlichen Früchten.

1 Ich komme in meinen Garten, Schwester Braut; ich pflücke meine Myrrhe, den Balsam; esse meine Wabe samt dem Honig, trinke meinen Wein und die Milch. Freunde, esst und trinkt, berauscht euch an der Liebe!

7. Die Liebe hört niemals auf: 1. Kor 13

Lesen

1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

3 Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

5 Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.

6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

8 Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.

9 Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;

10 wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.

11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.

12 Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

13 Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.