Blauer Himmel

Einladung zum Glauben

Evangelisation

Neben den Kursen zum Glauben, die als Regelangebot in Kirchgemeinden zum Glauben einladen, in kleinen Gruppen den Glauben entdecken und Glauben und Leben verbinden helfen wollen, steht als Ergänzung die Evangelisation, die – etwa als ProChrist-Veranstaltung, als Zeltmission oder ähnliches – das Evangelium in die Welt hinausträgt. Evangelisten und Evangelistinnen verkündigen das Evangelium außerhalb des üblichen Gemeindekontextes, laden zum Glauben ein, proklamieren das anbrechende Reich Gottes und haben die Menschen im Blick, die nicht mehr – oder viel öfter: noch nicht – zur Gemeinde Jesu gehören.

Die AMD unterstützt dieses Anliegen mit einer jährlichen Fortbildung zum Thema, mit Vernetzungsarbeit unter den Anbietern und durch Beratung und Hilfestellung.

Missionarische Akzente in volkskirchlicher Praxis

Die Tagung 2017 hatte das Thema „Missionarische Akzente in volkskirchlicher Praxis“ und wir hatten Dr. Wolfgang Bittner und Dr. Martin Reppenhagen zu Gast, dessen Thesen zum Thema uns herausgefordert und inspiriert haben:

  • Durch den Konfirmandenunterricht kommen mehr Jugendliche zum Glauben als durch alle jugendmissionarischen Veranstaltungen.
  • Die Glaubensvermittlung in den Familien ist ein blinder Fleck im missionarischen Gemeindeaufbau.
  • Zu Kasualgottesdiensten kommen mehr Kirchenferne und Konfessionslose als zu evangelistischen Sonderveranstaltungen wie ProChrist, JesusHouse oder Willow-Gottesdiensten.
  • Das Entstehen von neuen freien (missionarischen) Gemeinden gründet auf der guten missionarischen Arbeit bestehender landeskirchlicher Gemeinden und nicht auf der eigenen missionarischen Leistung.
  • Evangelistische Sonderveranstaltungen gleichen Strohfeuern, wo sie nicht in ein Gemeindeleben eingebunden sind.
  • Bekehrungen gleichen konversiven Prozessen, die Zeit und verschiedene Impulse brauchen.
  • In landeskirchlichen Gemeinden wird zu viel Christlichkeit bestätigt und zu wenig Glauben herausgefordert.
  • Viele Pfarrerinnen und Pfarrer zeigen kein Interesse daran, dass Menschen zum Glauben kommen. Sie verwalten zu viel und entwickeln zu wenig. Dies gilt auch für die Mehrzahl der Gemeindeglieder.
  • Programme und Strukturen missionieren nicht, sondern Menschen, die ihren Glauben vielfältig und authentisch bezeugen.
  • In der Mehrzahl evangelistischer Veranstaltungen werden bereits Bekehrte erneut re-evangelisiert.
  • Auch evangelistische Veranstaltungen leiden wie Gottesdienste und Gemeindeleben an einer Milieuverengung.
  • Die Gemeinde vor Ort ist die beste Evangelisation, die es gibt. Die Gemeinde vor Ort ist die schlechteste Evangelisation, die es gibt.

 

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Fachtagung 2018

"Was machen die anderen? Wo gelingt Evangelisation, wo wachsen Gemeinden, was können wir lernen?"

22. -24. Januar 2018 in Karlsruhe

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